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Eschede, Naturpark Südheide: Reine Luft zu sehen

Die Wanderung des Rundwanderweges W18 "Reine Luft zu sehen" führt in den südwestlichen Teil des Naturparks Südheide, in die waldreiche Umgebung von Rebberlah. Das Dorf Rebberlah zeichnet sich durch seinen alten Baumbestand aus.


"Reine Luft" in der Südheide


Das Fehlen größerer Siedlungen, Industrieanlagen und Straßen sowie intensiv genutzter landwirtschaftlicher Flächen im weiteren Umfeld bewirkt, dass die Luft weitgehend unbelastet von Schadstoffen ist.

Die Rückkehr der Bartflechten

Ein sicheres Zeichen für die unbelastete Luft ist die Rückkehr der fast schon ausgestorbenen Bartflechten. Diese auf Bäumen wachsenden Flechten, die ein haar- oder bartartiges Aussehen haben, sind seit Ende der 1990er Jahre dank strengerer Vorschriften zur Luftreinhaltung in den Waldgebieten um Rebberlah wieder zu sehen.


Bartflechten zählen aufgrund ihrer botanischen Merkmale zu den Pilzgwächsen und wachsen an Nadel- und Laubbäumen, deren Rinde einen sauren pH-Wert aufweist. In der Südheide siedeln sie daher überwiegend auf Lärchen und Eichen, aber auch auf Birken. Etwa 2000 Flechtenarten sind in Mitteleuropa heimisch. Es wird zwischen Krustenflechten, Laub- oder Blattflechten, Gallertflechten und Strauchflechten unterschieden. Zu letzteren gehören die Bartflechten.


Flechten wachsen oft nur wenige Millimeter pro Jahr und benötigen deshalb Standorte, an denen sie nicht von anderen Pflanzen zu sehr ausgedunkelt werden. Aus diesem Grunde wachsen viele Arten nicht am Boden, sondern siedeln sich auf größeren Bäumen und damit näher am Licht an. Lebenswichtige Nährstoffe nehmen Flechten über Regenwasser und Staubpartikel aus der Umgebungsluft auf. Sie sind damit auch Indikatoren für die Luftqualität, da sie empfindlich auf Luftverschmutzungen reagieren.


Weitere Besonderheiten der Wanderung sind die Schwedenschanze, eine alte Wallanlage, die Wildecker Teiche und der Citronenberg, zu dem eine Sage überliefert ist.


Wie kam der Citronenberg zu seinem Namen?


Über den Citronenberg führt die alte Hermannsburger Heerstraße nach Celle, die viele Jahrhunderte einen wichtigen Verkehrsweg darstellte. Der Name Citronenberg soll aus dem Mittelalter stammen, als Kreuzfahrer und Pilger aus ganz Europa in das Heilige Land zogen. Es wird erzählt, dass eines Tages eine Adelsfamilie hier vorbeigekommen sei, die aus dem Norden stammte und ein krankes Kind bei sich hatte. Da das Kind die Belastungen der schweren Reise nicht überstanden hätte, baten die Eltern heimische Fischer, es in Pflege zu nehmen, bis sie aus dem Heiligen Land zurückkämen. Als die Kreuzfahrer drei Jahre später zurückkehrten und ihre nun gesunde Tochter wieder in Empfang nahmen, sollen sie den Pflegeeltern zur Belohnung einen Korb Zitronen geschenkt haben.


Ob diese mündliche Überlieferung auf Tatsachen beruht, ist nicht mehr nachprüfbar. Am Fuße des Citronenberges lagen früher jedenfalls tatsächlich Fischteiche, deren Spuren heute noch im Gelände nachweisbar sind. Auf den topografischen Karten tauchte der seltsame Name aber recht spät, nämlich erst im Jahre 1899 auf.


Das Wichtigste der Tour in Kürze


    • das Dorf Rebberlah mit seinem uralten Baumbestand
    • alte Hermannsburger Heerstraße
    • der Citronenberg
    • weite größtenteils unbesiedelte Landschaft
    • Wildecker Teiche

 

Länge der Touren


Die drei Touren des Wandergebietes W 18 sind mit dem abgebildeten Piktogramm beschildert. An Abzweigungen ist die kurze Tour mit einem kleinen grünen Kreis gekennzeichnet, die mittlere Tour mit einem mittleren gelben Kreis und die lange Tour mit einem heidefarbenen großen Kreis.


Streckenprofil
Die Wanderung verläuft durch Waldgebiete, entlang weiter Wiesen und durch teils hügelige Lanschaft.

Ausgangspunkt

Vom Wanderparkplatz direkt in Rebberlah werden drei unterschiedlich lange Wandertouren angeboten.

Anfahrt zum Parkplatz "Rebberlah”

Der Parkplatz in Rebberlah ist aus Richtung Eschede über die K 20

zu erreichen. An der ersten Abzweigung in Rebberlah geht es links

ab, nach ca. 500 m ist man am Parkplatz.

Position: N 52° 44.27311', E 010° 10.22339'


 

 

Weitere Informationen und Tipps zu den Touren des Wanderparadieses Südheide finden Sie auch im Region Celle Navigator.

Bilderstrecke

  • Rastplatz im Wald
  • Piktogramm zum Wandergebiet "Reine Luft zu sehen"
  • Herbstwald
  • Herbstwald
  • Wildecker Teiche
  • Wildecker Teiche
  • Wald bei Wildeck
  • Am Wanderweg "Reine Luft zu sehen"
  • Waldweg in der Südheide
  • Wildecker Teiche
  • Wildecker Teiche
  • Baumriese an den Wildecker Teichen
  • Wanderweg an den Wildecker Teichen
  • Frisches Grün an den Buchen
  • Frisches Grün an den Wildecker Teichen

Bewegen Sie die Bilder mit Hilfer der Pfeiltasten nach links oder rechts und klicken Sie auf eines der Bilder, um eine größere Version des Bildes zu sehen

Etappen

Kurze Tour (8,4 km) Reine Luft zu sehen

Verlauf des RundwanderwegesDie kurze Tour des Rundwanderweges W18 ist 8,4km lang und beginnt auf dem Parkplatz in Rebberlah und führt nach Westen in den Kiefernwald durch die Fluren Bauerheg und

Mittlere Tour (13,2 km) Reine Luft zu sehen

Verlauf des RundwanderwegesDie mittlere Tour des Rundwanderweges W18 schließt mit 13,2km Länge die meisten Höhepunkte der kurzen Tour ein, führt aber weiter nach Südwesten. Es geht durch das Waldgebiet Brutloh

Lange Tour (20,5 km) Reine Luft zu sehen

Verlauf des RundwanderwegesDie lange Tour des Rundwanderweges W18 greift mit 20,5km Länge die wichtigsten Punkte der kurzen und mittleren Tour auf, führt aber deutlich weiter nach Norden. Vom Kiekenbusch geht

Anschlussrouten an die Tour

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