Sie haben 0 Elemente in Ihrem > Privatkatalog

> Diese Seite hinzufügen

Sammlerglück: ein Maronen-Röhrling
Hübsch, aber giftig
Pilze im Wald
Warum heißt der Puff-Pilz so? Tretet mal drauf!
Pilze im Wald
Der herbstliche Wald lädt ein zum Pilzesammeln!
Unterwegs auf der Suche nach den schönsten Pilzen
Von außen unscheinbar, der Kern ist essbar
Der Korb füllt sich mit Maronen-Röhrlingen
ein Steinpilz
die Ausbeute des Tages
Nun werden die Pilze geputzt

Klicken Sie auf eines der Bilder um eine größere Version zu sehen

Die Guten ins Körbchen, der Rest bleibt im Wald

Wann und wo findet man die besten Pilze in der Lüneburger Heide?

 

Herbstzeit ist Pilzzeit! 

Wir haben uns mal wieder für Sie in die Landschaft aufgemacht - diesmal abseits der Wege mitten in den Wald - auf der Suche nach den schönsten Pilzen für das Abendessen! Die Lüneburger Heide ist mit ihren ausgedehnten Waldgebieten eine ideale Pilzregion. Damit auch Einsteiger schnell fündig werden, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Infos zum Pilze sammeln zusammengestellt!


Ratgeber Pilze sammeln

1. Warum Pilze sammeln?
Es ist herrlich entspannend, Zeit im Wald auf der Suche nach den versteckten Pilzköpfchen zu verbringen. Beim Sammeln ist man ganz bei sich und konzentriert sich auf das Hier und Jetzt. Kein Stress, keine Eile. 

Und ganz nebenbei kann man sich mit etwas Glück dabei sein Abendessen zusammensammeln! Was gibt es schöneres, als das gute Gefühl, zu wissen, wo die Mahlzeit herkommt und dass man selbst sie sich "ersammelt" hat?

2. Wo kann man in der Lüneburger Heide am besten Pilze sammeln?
Pilze bevorzugen feuchte Orte und milde Temperaturen. Besonders viele Pilze kann man im Wald sammeln, und zwar vor allem dann, wenn es nach einigen Regentagen länger mild und vor allem trocken geworden ist. Insbesondere Einsteiger sollten daher mit der Suche im Wald beginnen, da sie hier sicher schnell fündig werden.

Im Prinzip eigenen sich alle Wälder der Lüneburger Heide gut zum Sammeln. Aber Achtung! Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist das Pilzesammeln nicht erlaubt!

3. Wann ist die beste Zeit zum Pilzesammeln?

Die idealen Pilzmonate sind September und Oktober, aber grundsätzlich wachsen das ganze Jahr über Pilze. Pilze sollte man nicht nach lange anhaltendem Regenwetter sammeln, da sie durch den dann hohen Wassergehalt relativ schnell faulen.

Es gibt Zeiten, in denen es wie von Geisterhand nur sehr wenige oder gar keine Pilze im Wald zu finden gibt. Dies kann mit bestimmten Witterungsbedingungen zusammenhängen - Natur ist Natur!

4. Welche Pilze sind essbar?
Viele der Pilze in Deutschlands Wäldern sind beliebte Speisepilze. Aber einige sind für uns leider ungenießbar oder gar giftig. Hier gilt grundsätzlich,  dass man nur bekannte Pilze sammeln und essen sollte. Bei dem geringsten Zweifel sollte der Pilz lieber im Wald zurückgelassen werden. Am besten konzentriert man sich zu Anfang auf 1-2 Pilzsorten, die man sicher bestimmen kann. Hier bieten sich zum Beispiel Maronen-Röhrling, Pfifferling und Steinpilz an. Auf einer geführten Pilzwanderung in der Lüneburger Heide lernen Sie die gängigsten Pilzsorten kennen und erfahren, welche Pilze essbar sind und welche nicht.

5. Wie bestimme ich den Pilz?
Zum einen schaut man sich die einzelnen Teile des Pilzes ganz genau an. Unter dem Hut sitzen je nach Pilzsorte Röhren, Lamellen, Leisten oder Stacheln. Wichtige Bestimmungsmerkmale sind ihre Farbe, Form, Größe, die Anheftung am Stiel und ob sie sich bei Druck verfärben oder nicht. Beim Stiel sind die Länge, Breite, Farbe, Form und das Vorhandensein eines Ringes ausschlaggebend.  Zur genauen Bestimmung muss daher ein vollständig erhaltener Stiel vorhanden sein.

Der Pilz kann mit einem Pilzmesser abgeschnitten oder vorsichtig herausgedreht werden. Übrigens: Der Pilz selbst bleibt in der Erde. Das, was wir sehen und verspeisen, ist sein Fruchtkörper. So kommt es, dass der Hallimasch-Pilz das größte Lebewesen Nordamerikas ist!

6. Welche Verwechslungsgefahren bestehen?
Dadurch, dass einige Speisepilze einen "giftigen Doppelgänger" haben, der ihnen sehr ähnlich sieht, besteht bei manchen Pilzen die Gefahr von Verwechslungen.

Verwechslungsgefahr besteht etwa zwischen Champignon und grünem Knollenblätterpilz und Täubling sowie zwischen Frühjahrslorchel und Speisemorchel. Gleiches gilt für Pantherpilz und Perlpilz sowie Giftchampignon und Wiesenchampignon.

 

Übrigens: Die ungenießbaren Pilze, die nicht zum Verzehr gedacht sind, sollten nicht im Mülleimer landen, sondern im Wald bleiben! Warum? Pilze erfüllen wichtige Aufgaben im Ökosystem Wald. Außerdem ist ein Pilz, der für uns ungenießbar ist, für den einen oder anderen tierischen Waldbewohner eine Delikatesse!

7. Wie transportiere ich die Pilze am besten?

Zum Transportieren legt man die gesammelten Pilze ab besten in einen nicht zu kleinen Korb. Dort können sie atmen und sind weitgehend vor Druck geschützt. Den Transport in Plastiktüten, Beuteln oder Rucksäcken sollte man vermeiden, da die Pilze Druckstellen bekommen können und dann schnell verderben.

 Pilze, die man direkt nach dem Sammeln oder am nächsten Tag zubereiten möchte, sollte man bis zur Zubereitung kühl und trocken lagern. Werden die Pilze erst später zubereitet, kann man sie in dünne Scheiben schneiden, zum Trocknen auf ein Backblech legen und bei leicht geöffneter Ofentür etwa vier bis fünf Stunden bei maximal 40 Grad trocknen.

8. Wie verwerte ich die gefundenen Pilze?
Mit etwas Glück kehrt man mit einem gut gefüllten Pilzkorb nach Hause zurück und kann sich an die Zubereitung der leckeren Pilzmahlzeit machen. Pilze werden nicht mit Wasser gewaschen, sondern mit einem Küchentuch abgerieben, damit Sie sich nicht mit Wasser vollsaugen. Anschließend erfolgt die Zubereitung nach den Vorgaben im Rezept.

Wie wäre es mit einer Pfanne Speckpfifferlinge wie früher bei Oma?

Rezept für Speckpfifferlinge

 

750 g Pfifferlinge

125 g magerer Räucherspeck

3 Zwiebeln, fein gehackt

2 TL Mehl

250 ml saure Sahne

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

gehackte frische Petersilie

 

Pfifferlinge putzen und in Stücke schneiden. Speck würfeln und zerlassen. Zwiebeln darin glasig braten. Pfifferlinge zugeben und 15 Minuten im geschlossenen Topf dünsten. Mehl mit der Sahne verrühren und unter die Pilze geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und ganz am Ende die gehackte Petersilie untermischen.



Jetzt heißt es: Auf in die Wälder der Lüneburger Heide und ran an die Pilze! Wir wünschen Sammlerglück und viel Freude beim Zubereiten des Pilzgerichts!


Noch mehr #HEIDE-Insider: Geschichten, Geheimtipps und Lieblingsplätze aus der Lüneburger Heide!

 

Das dürfte Sie interessieren

Herbst in der Lüneburger Heide

Herbstmomente in der Lüneburger Heide - Das ist, wenn die Natur jedem Blatt einen persönlichen Stempel gibt und alles in ein besonderes Licht getaucht wird. Morgens legt sich der Nebel über die Heideflächen

Herbstlaub-Barometer: Wie bunt sind die Wälder der Lüneburger Heide?

Das Herbstlaubbarometer der Lüneburger Heide In unserem Herbstlaubbarometer präsentieren wir Ihnen Bilder unserer schönsten Laubbaumwälder und Aussichtspunkte im Herbst in der Lüneburger Heide! Rund 60% der Lüneburger Heide bestehen aus Wald, es gibt also

HEIDE-Insider: Geschichten, Geheimtipps und Lieblingsplätze in der Natur

Was ist der HEIDE-Insider?Mit der Serie HEIDE-Insider nehmen wir Sie mit auf Erkundungstour durch die vielfältige Kulturlandschaft Lüneburger Heide und besuchen echte Heidjer, die Bewohner der Heide.

Der Lüßwald, ein Urwald im Naturpark Südheide

Der Lüßwald - ein Urwald im Naturpark SüdheideDer etwa 7500 ha große Lüßwald östlich von Unterlüß gehört zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Deutschlands. Uralte Waldstrukturen konnten hier die Jahrhunderte überdauern.Lüßwald - ein