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Der Raky-Bohrturm auf dem Kreisel in Wietze
Der Raky-Kreisel am Wietzer Ortseingang
Anton Raky (1868-1943)
Historische Postkarte aus Wietze "System Raky"

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"Ein Raky für Wietze..."


Mitten auf dem Kreisel an der Ortseinfahrt (B214) zur Gemeinde Wietze ziehen ein abstrakter Bohrturm aus Corten-Stahl und 3 Arbeiter-Figuren die Blicke auf sich. Wieso ein Bohrturm?... Hier in der Südheide?


In Wietze wurde schon Erdöl gefunden, noch bevor in Texas die Ölquellen sprudelten. Daher wird die Gemeinde in der südlichen Lüneburger Heide  auch schon mal "Klein-Texas in der Südheide" genannt. Wietze gilt als Wiege der deutschen Erdölindustrie.

 

Die charakteristische Silhouette des mit Brettern verkleideten Raky-Bohrturmes war in der frühen Zeit der Wietzer Erdölgeschichte ein durchaus gewohnter Anblick für die Bewohner des kleinen Ortes in der Lüneburger Heide.


Benannt wurde dieser Bohrturm nach Anton Raky (1868 -1943), einem wagemutigen Erfindergeist und umtriebigen Bohrunternehmer, der die Internationale Bohrgesellschaft gründete. Diese wurde 1906, zu Zeiten des Erdölbooms, mit noch anderen, ebenfalls in Wietze damals vertretenen Erdölgesellschaften zur Deutschen Mineralöl-Industrie-AG vereinigt. Nach Erdöl gebohrt wurde auf dem Wietzer Ölfeld seinerzeit vor allem nach dem sogenannten "System Raky".


Zu diesem System gehörten zum einen der Bohrturm selbst, aber vor allem auch ein von Raky 1895 patentiertes, revolutionäres Schnellschlag-Bohrverfahren, welches gegenüber den bis dato eingesetzten Bohrtechniken entscheidende Vorteile hatte. Mit diesem Bohrverfahren gewann Raky 1897 übrigens auch einen Bohrwettbewerb gegen Julius Winter, den späteren Begründer der Gewerkschaft Wintershall.


Mit der Gestaltung des Wietzer Verkehrskreisels durch einen stilisierten Raky-Bohrturm erinnert Wietze nicht nur an einen großen Wegbereiter der Bohrindustrie, sondern macht auch auf die besondere Bedeutung Wietzes für die deutsche Erdölgeschichte aufmerksam.


Neugierig geworden? Dann sollten Sie unbedingt das Deutsche Erdölmuseum in Wietze besuchen. Auf dem Weg dorthin lohnt zudem ein kleiner Abstecher zur sogenannten Hunäus-Bohrung, dem Ort der weltweit ersten fündigen Erdölbohrung und Ausgangspunkt für die deutsche Erdölgeschichte!


Lesen Sie auch mehr zu Raky in der angehängten Rede des Leiters des Deutschen Erdölmuseums Dr. Stephan Lütgert anlässlich der Einweihung des Kreisels am 9. Juni 2015.

 

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